Seelenverkäufer
In die kalten
Wände
sind Zahlen geritzt
zu hoch die Wände, die Zeche
es reicht nicht
niemals reicht es.
Die Steine zerspringen
zu schwarzen Münzen –
davon wird niemandem warm
und in den Gassen
verbrennen sie Seelen
um sich zu wärmen
aber die Asche verdunkelt
die Nacht zur abstrusen Schwärze
darin keimt Gleichgültigkeit
treibt teilnahmslose Gedanken hervor
die wachsen heran zu kränkenden Worten
verteilt an die Armen
zu stopfen ihre hungrigen Mäuler
mit Demütigung und Schmach
wieder ist
einer verhungert
für das Publikum
ist der Eintritt frei.
Rotwein funkelt
im Glas
die Typen auf dem Tisch
tanzen diesen glattsamtenen Tango.
Im Nebel der bizarren Nacht
will ich endlich beherzt scheitern
inmitten der verschwenderischen Zeilen
liegt unendliche Liebe
die kostet mich nicht einmal
die Freiheit
verstreuter Unsinn ist auch dabei
ich lache schallend
dieser glattsamtene Tango ist mein.
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